10.08.13 Das Metadekorativum

10.08.2013–29.08.2013 in dem Raum Kunst im Hafen, Reisholzer Werftstr. 75–77, Düsseldorf.

10. August 2013: Vernissage der Ausstellung „Das Metadekorativum“ in der Galerie Kunst im Hafen, Reisholzer Werftstr. 75–77, Düsseldorf. Die Ausstellung wird von einem dreisprachigen Kunstband mit gleichem Titel begleitet.

Beginn um 17:00 Uhr, Ausstellungsdauer 10.8.2013–29.08.2013

Mit Werken von: Gherghina Costea, Mariana Gheorghiu Bădeni, Ileana Dana Marinescu, Nicolae Moldovan, Ioan Nemţoi, Cristina Popescu Russu, Mihai Ţopescu.

Eröffnung durch Dr. von Kerssenbrock-Krosigk, Leiter Sammlung Glas/Glasmuseum Hentrich, Düsseldorf .

Die Künstler sind anwesend.

Doina Talmann von der Bochumer Projektgalerie KunstART hat es sich zur Aufgabe gemacht, Rumänische Kunst europaweit bekannt zu machen und so einen Beitrag zu einer weiteren innereuropäischen  Annäherung zu leisten. Ein Teil dieser Mission ist die Veröffentlichung aufwändiger Bildbände, die in regelmäßigen Abständen bestimmte Aspekte der reichen Rumänischen Kunstszene beleuchten und zu jedem Thema ausgewählte Künstler präsentieren. Das Buch „Das Metadekorativum” ist im  Essener Klartext Verlag erschienen. In Kooperation mit dem Verlag und mit Unterstützung des Rumänischen Kulturinstituts Bukarest sind bereits drei Sammelbände in der Reihe „Sieben“ sowie drei Monografien realisiert worden; weitere Bücher sind in Planung.

Der Hauptgedanke, der dem Konzept des Metadekorativen zugrunde liegt, ist die komplette Emanzipation der Künste von allem Zweckdienlichen, d.h. die völlige Loslösung des kreativen Prozesses vom Gedanken der Zweckdienlichkeit hin zur kompletten Befreiung des artistischen Willens von Erwartungshaltungen. Damit steht das Metadekorative in klarer Abgrenzung etwa zum Design und seiner auf Funktionalität gerichteten Kreativität, die in ihrem Prozess durch den Blick auf die Nützlichkeit des Ergebnisses eingeschränkt wird.

Ausstellung und Buch präsentieren sieben der wichtigsten Protagonisten der zeitgenössischen rumänischen Kunst aus der Sparte des Dekorativen und demonstrieren anhand deren Arbeiten die beschriebene Befreiung des kreativen Prozesses von ästhetischen Kategorien wie Nutzen, Komfort oder Häuslichkeit. Gemein ist den Künstlern, dass sie aus dem Gesamtgebiet Rumäniens stammen und hauptsächlich an der Kunstakademie in Bukarest ausgebildet wurden. Die Art ihrer Herangehensweise ist jedoch so vielschichtig wie die gesamten Rumänische Kunstszene: Glas, Porzellan, Keramik und Bricolage sind nur einige der verwendeten Materialien, mit denen der Betrachter in ein Reich aus Mondgärten, flimmernden Palmensammlungen, Meerlandschaften und Säulengängen entführt wird.