17.03.13 Mircea Maurice Novac

17.03.2013–13.04.2013

Kooperation der Galerien KunstART und des Kunstvereins Virtuell-Visuell e.V., Wiesenstr. 4,  46282 Dorsten.

 In den letzten Jahren konnten wir die Rückkehr der Generation der 80er Jahre in den Vordergrund der rumänischen Kunstszene beobachten, nicht nur als kompaktes Produkt, sondern auch als die Summe aller individuellen Künstler, die ihre eigene Identität nebenbei neu gestaltet haben, ohne aber ihre ursprüngliche kreative Persönlichkeit zu verleugnen. Einer dieser wenigen Künstler ist auch Maurice Mircea Novac, dessen erste Einzel-Ausstellung 1983 im Kunstmuseum Craiova eröffnete, zusammen mit drei anderen Gefährten aus der gleichen Generation.

Maurice Mircea Novac offenbart oft einen traumdurchfluteten Realismus, in dem die flüssigen Verbindungen zwischen Objekten, die Beziehungen zwischen Objekten und Figuren und den rein malerischen Bereichen, die er mit der strengen Hand eines Regisseurs meistert, die Aura eines Mysteriums haben oder zumindest einer unerfüllten Erwartung. Aus dieser Perspektive gesehen, fügen sich seine Bilder in die zeitgenössische Kunstrichtung des Neuen Realismus gut ein, die weniger von seiner Generation und mehr von den jungen Künstlern der neueren Generation begrüßt wird. Was ihn aber von diesen Künstlern unterscheidet, ist sein Bezug zum kreativen Akt. Während die jüngere Generation in ihren visuellen Projekten die „Säkularisierung“ des Gefühls unterstützt, indem sie eine programmatische Objektivierung des Motivs anstrebt, sucht hingegen Mircea Novac gerade diese Art der Involvierung, die ihm den Zugang zur „Empfindung“ oder besser gesagt zu deren Ambiguität und Mysterium ermöglicht. Dazu muss aber erwähnt werden, dass er die Chance einer größeren Erfahrung in der Malkunst und eine andere Einstellung gegenüber dem Schaffensakt hat: Er erschafft seine Kreationen außerhalb des alltäglichen Zeitrahmens, sie sind für ihn subjektive, aber überlebenswichtige Existenzformen.

Mit Unterstützung des Rumänischen Kulturinstituts Berlin.